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NZZ: „40- bis 50-Jährige haben ein hohes Risiko, ihre Stelle zu verlieren“

By 9. Januar 2020 No Comments

Über 50-Jährige gelten am Arbeitsmarkt gemeinhin als gefährdet: Sie kämpfen mit Nachteilen bei der Stellensuche und sind deutlich länger arbeitslos. Mit diversen Vorstössen wie der angekündigten Volksinitiative «Schutz vor Altersdiskriminierung» oder dem geforderten Kündigungsschutz für langjährige Mitarbeiter versuchen Politiker, Verbände und Gewerkschaften, Gegensteuer zu geben. Der Bundesrat plant eine sogenannte Überbrückungsrente für ältere Arbeitslose. Doch ist die Situation von Personen im Alter «50+» tatsächlich dermassen prekär?

Eine Erhebung des Outplacement-Beraters von Rundstedt Schweiz gelangt zu einem anderen Schluss: Nicht die Altersgruppe «50+» hat das grösste Kündigungsrisiko, sondern die 40- bis 50-Jährigen. Ihre Kündigungsquote sei mit Abstand am höchsten. Während diese Altersgruppe nur etwa 25% der Beschäftigten ausmache, seien im zurückliegenden Jahr 42% der Kündigungen auf sie gefallen. Im Gegenzug entspreche die Kündigungsquote für die «50+» etwa dem demografischen Beschäftigungsanteil der Altersgruppe. Die Erwerbslosenzahlen des Bundesamtes für Statistik untermauern diesen Befund. So war die Erwerbslosenquote der 40-bis 49-Jährigen in den letzten Jahren meist höher als jene der 55- bis 64-Jährigen.

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