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HR Today: „Beständigkeit und Wandel“

By 22. September 2021 No Comments

«Generationenmanagement beginnt mit dem Bewusstsein, welche Bedürfnisse unterschiedliche Altersgruppen einer Belegschaft haben, was deren Stärken sind und wie das Unternehmen diese zusammenführen und nutzen will», sagt Sibylle Scheiwiller, Operations Director und Karriereberaterin bei von Rundstedt.

Es gehe aber auch um den Abbau von Ängsten und Vorurteilen der Beteiligten. «Insbesondere ältere Mitarbeitende müssen erfahren, dass sie nach einem Wissenstransfer nicht durch Jüngere ersetzt werden.» Gegenseitige Wertschätzung und Kommunikation auf Augenhöhe seien wichtige Schlagwörter: «Jüngere sind mit der Digitalisierung aufgewach-sen und fühlen sich vom Klimawandel betroffen. Deshalb stellen sie bestehende Strukturen eher in Frage und überprüfen diese auf Sinnhaftigkeit», erläutert Scheiwiller. «Ältere haben dagegen lang-jährige Berufserfahrung und bevorzugen klare Strukturen und Vorgaben.» Zusammengebracht ergäben sich im besten Fall ein ausgewogener Mix zwischen Beständigkeit und Wandel sowie ein sicherer Umgang mit Wissen in Kombination mit neuen Technologien.

Die generationenübergreifende Zusammenarbeit lasse sich in der Linie oder in einem Projekt nutzen und funktioniere im Tandem (1:1) ebenso wie in einer Gruppe, so Scheiwiller. «Idealerweise erfolgt die Zusammenarbeit über eine längere Zeit, um den Wissenstransfer sicherzustellen und frischen Wind einzubringen.» Die Gruppierung sei nach Wissen oder Alter auszuwählen: «So können Erfahrene gemeinsam mit unerfahrenen, älteren und jüngeren Mitarbeitenden zusammenarbeiten. Alle profitieren voneinander.»

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